DRACHENFLIEGER-CLUB HOHENNEUFFEN e.V.

 

 

 

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Sicherheitsmitteilung

Sicherheitsmitteilung Finsterwalder-Charly Quick-Out Karabiner(01.04.19)
Quick-Out Karabiner
Der Hersteller war vom DHV über einen Vorfall informiert worden,
den der britische Verband BHPA im Rahmen des EHPU Safety Networks gemeldet
hatte.
Ein Quick Out hatte durch Druck lediglich einer der beiden Tasten geöffnet....[mehr]

Sicherheitsmitteilung:
Gleitschirm Gurtzeug Supair Base

15.02.2019

Der Hersteller Supair hat zwei Sicherheitsmitteilungen zum Gleitschirm-Gurtzeug Supair Base veröffentlicht:  Hier der Link zur Sicherheitsmitteilung auf der Supair-Website: Schließe der Rückenverstellung: Hier der Link zur Sicherheitsmitteilung auf der Supair-Website: Rett...mehr ...

Hessenmeisterschaft 19
Geschrieben von: J.N.   
Donnerstag, den 20. Juni 2019 um 03:06 Uhr

Die jährliche Hessenmeisterschaft ist einer der absoluten Fixpunkte im Ligakalender. Gemeinsam mit der Drachenliga wird sie Paragliding Greifenburgtraditionell in Greifenburg durchgeführt. Dieses Jahr sah es nach gutem Flugwetter mit allerdings windig-anspruchsvollen Bedingungen aus - und genau so kam es auch. Vom DCH machte sich mit Reiner Braun, Heinrich Bretz, Michael Dreher, Max Habel, Jörg Nuber und Timo Schwer ein fröhlicher Trupp auf den Weg ins sommerliche Kärnten.

Wir konnten vier abwechslungsreiche und spannende, aber recht anstrengende Durchgänge fliegen. Der erste war ein klassisches Fullspeed-Race mit sehr starker Thermik und kräftigem Südwind. Eine ziemlich fordernde Kombination, denn es wurde trotz turbulenter Luft quasi jeder Meter im Vollgas geflogen und wer unnötig kurbelte, war sofort raus. Wir kamen jedoch fast alle ungefähr eine viertel Stunde nach dem ersten mehr oder weniger gemeinsam ins Ziel, als erster Reiner auf dem 13. Platz. Morgens war ich noch nicht mal sicher, ob ich wegen meiner verschleppten Grippe überhaupt fliegen könnte und jetzt war ich gut platziert im Ziel - Wettkampfluft ist eben doch die beste Medizin.

Am zweiten Tag war taktisches Umschalten angesagt, denn die ersten Starter soffen gnadenlos ab. Selbst Nationalmannschaftsmitglied und anerkannte Schwachthermik-Koryphäe Pepe Malecki war dabei. Kurz vor Racebeginn startete notgedrungen auch die DCH Mannschaft und kratzte verzweifelt um jeden Meter Höhe, während immer wieder Piloten unten raus fielen und landen mussten. Ab und zu flogen auch Piloten, die kurz über die Inversion kamen verzweifelt Richtung Osten los und vernichteten so gleich wieder ihre mühsam erkämpfte Höhe. Entgegen meiner Gewohnheit blieb ich geduldig und schraubte mich in eineinhalb Stunden und gefühlten zehntausend Kreisen auf eine komfortable Höhe von 2.200 m. So flog ich erst 45 Minuten nach Öffnen des Fensters in den Startzylinder, kam aber durch meine gute Höhe zwar einsam, aber recht schnell voran. Bei der finalen Querung zur letzten Wende am Goldeck konnte ich plötzlich den gesamten Führungspulk sehr tief dort kratzen sehen. Nicht schon wieder! Also kurzerhand mit Vollgas querab zum Weißensee. Der junge Niclas Gössele querte mit und wir fanden eine phantastische Linie mit viel Steigen im Geradeausflug zur letzten Wende. Zurück am Stagor sah ich als einzigen Konrad Görg mit seinem Spectra sehr tief Richtung Ziel fliegen und war sicher, dass er kurz stehen würde. Also ließ ich mir etwas Zeit, um komfortable Höhe für den Endanflug zu machen. Als ich dann mit 300 m Höhe ins Ziel kam staunte ich nicht schlecht, dass Konrad es gerade noch so über die Linie geschafft hatte und ich als Zweiter eincheckte. Reiner kam kurz darauf schon wieder mit einem guten 13. Platz an.

Am ebenfalls extrem schwachen dritten Tag verfehlte der gesamte Führungspulk inklusive Reiner und mir den thermischen Anschluss in der sonst zuverlässigen Südseite des Stagor um wenige Meter. Nur Max und Michael kamen noch ein paar Kilometer weiter. Die langsam aber hoch fliegenden Piloten hatten heute den Vorteil, dieses Massensterben bereits im Hinflug zu beobachten und entsprechend geduldig Höhe zu machen für den Zielflug. Leider war von uns keiner dabei. 

Am letzten Tag schließlich wurde trotz Gewitterneigung ein 100er ausgeschrieben, der bis Sillian und zurück führen sollte. Hoch motiviert verfolgten Heinrich, Reiner und ich die Idee, bereits vor dem Start ins Gailtal zu queren und dort auf den Einflug in den großen Startzylinder zu warten. Der Plan war gut und dank frühem Start gelang es uns mit etwa 10 weiteren Piloten dort die perfekte Startposition zu ergattern, während fast alle anderen auf der Nordseite des Drautals starten mussten. Heute setzte ich alles auf eine Karte und flog dem Pulk als Erster voraus, um kräftig Leadingpoints zu sammeln. Leider ließ ich mich von einer verführerischen Wolke zu weit in die Lienzer Dolomiten locken, während Heinrich und Reiner mit dem restlichen Pulk am südlichen Rand blieben und büßte so einige Höhe ein, die ich später dringend gebraucht hätte. Denn ab der Wende bei Sillian hatten wir mit bis zu 40 km/h starken Gegenwind und entsprechendem Rauf und Runter zu kämpfen. Heinrich und Reiner hatten eine gute Höhe, als der Task schließlich gestoppt wurde und konnten heim fliegen, während der Großteil der Piloten auf dem Landeplatz von Obertilliach landete.

Insgesamt war es ein spannender Wettbewerb mit völlig unterschiedlichen Anforderungen. Mal gab es harte Vollgasbedingungen und mal war vorsichtiges Taktieren angesagt. Gewonnen haben verdient Ferdi Vogel, Konrad Görg und Niclas Gössele und die DCH Jungs erzielten folgende Plätze:

11. Reiner Braun

13. Jörg Nuber

20. Max Habel

47. Michael Dreher

49. Heinrich Bretz

86. Timo Schwer

 

Jörg Nuber

 

 

 
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